Der steigende Fokus auf Netto-Null-Ziele und CO₂-Reduktion hat den Holzbau stark in den Vordergrund gerückt, während der klassische Stahlbetonbau zunehmend kritisch hinterfrag wird. Gleichzeitig bringt das Bauen mit Holz neue Anforderungen mit sich: Planungsprozesse, Kostenstrukturen, Terminabläufe und Beschaffungswege unterscheiden sich deutlich von konventionellen Bauweisen. Dadurch verändern sich auch die Anforderungen an Entscheidungsträger:innen sowie die Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen den Projektbeteiligten.
Die Weiterbildung bietet einen praxisnahen Überblick über den aktuellen Wissens- und Erfahrungsstand beider Systeme und stellt Holzbau und Stahlbeton einander gegenüber. Anhand von drei konkreten Projekten - dem 3Johann in Basel (Holzbau), dem Zwhatt-Areal (Holzhybridbau) und dem JED Campus (konventioneller Bau) - werden unterschiedliche Ansätze und deren Auswirkungen greifbar gemacht.
Der Entscheid für ein Bausystem fällt bereits in einer frühen Projektphase und ist eng mit der Projektentwicklung verknüpft. Genau hier setzt die Weiterbildung an: In drei Fachinputs vermitteln Expert:innen aus der Praxis zentrale Aspekte zu Kosten, Terminen und CO₂ im Holz- und Stahlbetonbau. Darauf aufbauend erarbeiten die Teilnehmenden in einer Gruppenarbeit einen Kriterienkatalog, der sie dabei unterstützt, fundierte Entscheidungen für ihre eigene Baupraxis zu treffen und ihre Bestellerkompetenz gezielt zu stärken.